Geschichte

1927 wurde mit dem Bau des Sportplatzes an der Hammermühle begonnen. Eineinhalb Jahre dauerten die Arbeiten, die den Vereinsmitgliedern sehr viel Mühe und Geduld abverlangen sollten. 200 Kubikmeter Erde mussten bewegt werden, um das vorgesehene Gelände für den Spielbetrieb herzurichten. Im "freiwilligen Arbeitsdienst" – damals bei derartigen Projekten gang und gäbe – war dies kaum zu bewerkstelligen, daher musste schließlich ein Bauunternehmen mit den anfallenden Arbeiten beauftragt werden. Der Aufwand jedoch lohnte sich. Schritt für Schritt wurde das Gelände eingeebnet und, wo nötig, mit Erde aufgefüllt, eine Rasenfläche wurde angelegt, das künftige Stadion mit einem Bretterzaun umgeben, ein Kassenhäuschen gebaut, die Tore aufgestellt und das Spielfeld mit einer Stangenbarriere begrenzt. Schließlich und endlich musste auch noch eine neue Umkleidehalle errichtet werden, da die alte, die man eigentlich vom Sportplatz an der Lehmgrube hatte mitnehmen wollen, am 30. August 1928 abgebrannt war. Allen Widrigkeiten und Verzögerungen zum Trotz konnte am 7. Oktober 1928 der Sportplatz an der Hammermühle endlich eingeweiht werden. Der VfR Johannisthal siegte in einem Verbandsspiel mit 1:3.


Sein heutiges Aussehen erhielt der Sportplatz an der Hammermühle allerdings erst in den Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Noch 1943, also mitten im Krieg, wurde eine Hundertmeter-Aschelaufbahn im Stadion angelegt. 1949 dann wurde das Sportgelände zur endgültigen Größe ausgebaut – es entstand das imposante Naturstadion, in dem der FC Kronach bis heute seine Heimspiele austrägt. Die zwischenzeitlich wieder verschwundene Laufbahn wurde auf 400 Meter Länge erweitert, an der Nordseite des Platzes wuchsen Stehränge in Form von vier Betonstufen empor, ferner wurde eine Anzeigetafel mit Uhr aufgestellt. Vor allem aber bezog man nun den Steilhang entlang der Südseite des Platzes in das Sportgelände mit ein. Hier legte man eine imposante Naturtribüne mit zahlreichen Stehplätzen sowie Sitzplätzen in Form schlichter Holzbänke an, die das Fassungsvermögen des Stadions auf insgesamt 6.000 Plätze erweiterten. Diese terrassenartige, sehr steile Tribüne ist es, die den eigentlichen Reiz des Stadions an der Hammermühle ausmacht. Komplettiert wurde die Arena schließlich durch ein neues Sportheim, das Anfang der sechziger Jahre errichtet und am 22. September 1961 eingeweiht wurde.